MoMo II

Ziele dieses Teilprojekts ist es, in einer ausgewählten Gersiedlung der Stadt Darkhan eine Fallstudie zur partizipativen Wasserinfrastrukturplanung durchzuführen. Gemeinsam mit mongolischen Stakeholdern werden siedlungswasserwirtschaftliche Probleme priorisiert und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation erarbeitet. Die ausgewählten Maßnahmen werden pilothaft umgesetzt und getestet. Am Ende wird ein Aktionsplan für die großräumigere Implementierung von Maßnahmen erstellt. Als konzeptionelle Grundlage dient ein in der Literatur beschriebener Planungsansatz für „Household-Centred Environmental Sanitation Planning (HCES)“, der im Rahmen der Fallstudie

Gemäß den UN-Millenniumszielen (Millenium Development Goals, 2000) ist die Zahl der Menschen in der Welt ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Trotz großer internationaler Anstrengungen ist es mit den bisherigen konventionellen Ansätzen bislang nicht gelungen, eine signifikante Verbesserung der Situation zu erreichen.

In der Mongolei sind die Probleme im Bereich Siedlungshygiene und Abwassermanagement in den städtischen Gersiedlungen besonders groß. Dies gilt vor allem für die Hauptstadt Ulaanbaatar, aber auch für die sogenannten ‚secondary cities’ wie z.B. Darkhan, Erdenet oder Khovd. Unzureichende Siedlungshygiene beeinträchtigt nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern hat auch negative Auswirkungen auf die ökonomische und soziale Entwicklung und die Umwelt.

Im Rahmen der ersten Phase des MoMo-Projekts wurde eine detaillierte Bestandsaufnahme der Wasserinfrastruktur in der Stadt Darkhan vorgenommen. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem vorhandenen zentralen Trinkwasser- und Abwassernetz. Die Situation in den Gersiedlungen, welche in der Regel nicht an das zentrale Netz angeschlossen sind und in denen ca. 50% der Einwohner der Stadt Darkhan leben, läßt sich unter anderem wie folgt charakterisieren:
  • Trinkwasserversorgung erfolgt über Trinkwasserkioske und private Hausbrunnen
  • keine geregelte Abwasserentsorgung
  • kein geregeltes Regenwassermanagement
  • häufiges Auftreten von wasserbezogenen Krankheiten (Magen-Darm-Infektionen, Durchfallepidemien, Hepatitis A, v.a. bei Kindern)

Trotz dieser Probleme verfügt die Stadt Darkhan derzeit über kein Konzept für eine mittel- bis langfristige Planung der Wasserinfrastruktur in den Gersiedlungen.

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News
Sep 3, 2010

Im Rahmen des internationalen i-Five Projektes *( www.i-five.org )* veranstaltete Seeconsult in Hannover das Seminar: Umsetzung der
Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG): Was haben wir bisher gelernt? am 31. August 2010. Es nahmen 15 Vertreter der Wasserwirtschaft teil.


Aug 17, 2010
Im Rahmen des Freeman-Projektes führen wir eine Umfrage zum Thema Folgen und Konsequenzen der Innersteflut vom September 2007 durch. Link zum Fragebogen.

Jun 29, 2010
Dr. Ilke Borowski-Maaser wird am 2. Juli in Magdeburg an der Auftaktveranstaltung von MoMo II teilnehmen.

Jun 29, 2010
Vom 1. bis zum 3. Juli nehmen Gisela Lamkowsky und Sophie Rotter an der Auftaktveranstaltung des Projektes ESAWADI in Paris teil.