FREEMAN
Ziel des FREEMAN-Projektes ist es, die Praxispartner darin zu unterstützen, nachteilige Auswirkungen von Hochwasser zu reduzieren. Hierbei soll insbesondere die Anpassungsfähigkeit von Kommunen, Verbänden und betroffenen Anwohnern an Hochwasser und seine Risiken mit engem Bezug zum Umsetzungsprozess der EU Hochwasserrisikomanagment-Richtlinie (HWRM-RL) erhöht werden.
Im Rahmen des FREEMAN-Projektes sollen drei zentrale Themenbereiche untersucht werden:
- Risikowahrnehmung und Risikokommunikation
- Institutioneller und politischer Rahmen
- Hochwassermanagement-Pläne und Hochwasser-Vorhersage-Systeme
In der deutschen Fallstudie soll schwerpunktmäßig der Themenbereich Risikowahrnehmung von Hochwasser und die Kommunikation von Risiken bearbeitet werden. Ziel ist es bestehende Erfahrungen zu dokumentieren und Handlungspotentiale aufzuzeigen.
Aktuelle Umfrage: Wie gut sind Sie auf Hochwasser vorbereitet?
Auch wenn es für viele schon weit weg erscheint: Einige werden sich noch an das Hochwasser im September 2007 im Leine-Innerste Gebiet erinnern. Die Gemeinde Holle war damals besonders betroffen. Starker Regen führte zu Überschwemmungen sonst eher kleinerer Flüsse wie der Neile. Obwohl das Hochwasserereignis 2007 in Holle statistisch gesehen kein besonders seltenes war, sind Schäden entstanden und Bürger in bedrohliche Situationen gekommen.
In jüngster Zeit wird deswegen ein stärkerer Fokus auf den Umgang im Hochwasserrisiken im Sinne einer Verbesserung der Anpassung oder Belastbarkeit der (bewohnten) Gebiete gesetzt.
Die Gemeinden – und auch jeder einzelne Bürger - müssen lernen mit solchen Gefahren besser umzugehen. Es hat sich gezeigt, dass ein grundlegendes Bewusstsein für die Gefährdungssituation hilft, Vorsorge zu treffen: Darauf aufbauend können dann Verhaltensweisen, Maßnahmen an Gebäuden oder auch in der Fläche unterstützt werden, die im Notfall den Schaden minimieren.
Zur Zeit wird in zwei Forschungsprojekten das Hochwasser im Innerste-Leine Gebiet untersucht. In dem Projekt KlifWa setzt das NLWKN den Fokus insbesondere auf die niedersächsische Situation gelegt. Das NLWKN sucht hier gezielt nach Möglichkeiten zur Verbesserung der eigenen Kommunikationsstrategie.
In dem europäischen Projekt Freeman wird ein Vergleich der Kommunikation über Hochwasser und des Hochwasserbewusstseins zwischen Italien, Belgien und Deutschland durchgeführt. Als Ergebnisse werden Handlungsempfehlungen bei der Umsetzung der kürzlich in Kraft getretene europäischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie erwartet. In diesem Sinne versucht FREEMAN zu einer „Befreiung“ von Unsicherheiten und Ängsten im Umgang Hochwasser beizutragen. In den nächsten Wochen wird dazu eine erste Online-Befragung durchgeführt unter www.innerste-hochwasser.de
Link zum Fragebogen zum Thema Folgen und Konsequenzen der Innersteflut vom September 2007
Im Rahmen des internationalen i-Five Projektes *( www.i-five.org )* veranstaltete Seeconsult in Hannover das Seminar: Umsetzung der
Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG): Was haben wir bisher gelernt? am 31. August 2010. Es nahmen 15 Vertreter der Wasserwirtschaft teil.

